Aktuelles aus der Auferstehungsgemeinde

Am Sonntag, 7. März gibt es um 11 Uhr den ersten Videokonferenz-Gottesdienst in unseren Gemeinden. SCHNELL die Zugangsdaten anfordern![...mehr]

2019 gab es sie zum ersten Mal und auch dieses Jahr wird es wieder Impulse zur Passionszeit an anderen Orten geben. Immer freitags ...[...mehr]

Am ersten Freitag im März wird traditionell der ökumenische Weltgebetstag gefeiert. In diesem Jahr wählten Frauen aus Vanuatu das Motto: Worauf bauen wir?[...mehr]

Am Aschermittwoch, dem 17. Februar 2021, beginnt die aktuelle Fastenaktion der evangelischen Kirche „7 Wochen Ohne“. Sie steht unter dem Motto „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden“. [...mehr]

Im Moment scheint vieles anders und ungewohnt. Wie schön, dass es auch in diesem Jahr eine Jahreslosung gibt.[...mehr]

So wie im jeden Jahr feiern wir die 'Woche zur Einheit der Christen' mit einem ökumenischen Gottesdienst. In diesem Jahr natürlich etwas anders.[...mehr]

Bei den Gottesdiensten hat es einige Änderungen gegenüber den Angaben in den Weihnachts-KONTAKTEN gegeben.[...mehr]

Diese Aussage Davids kommt Vikar Jan-Hendrik Eggers in den Sinn, als er sich Gedanken zum Jahreswechsel macht.[...mehr]

Wie traditionell üblich soll es auch in diesem Jahr einen gemeinsamen Jahresabschluss-Gottesdienst der katholischen und evangelischen Gemeinden in Georgsmarienhütte geben.[...mehr]

... diese Worte würden bestimmt viele von uns im Moment gerne von einem Engel hören.[...mehr]

Anmeldungen zum Heiligabend sind nun nicht mehr möglich. Für die weiteren Gottesdienste in der Weihnachtszeit ist bis zum Vortag noch eine Anmeldung möglich.[...mehr]

Ein ganz besonderen Gottesdienst zum Heiligabend gibt es in diesem Jahr online...[...mehr]

Ein Moment zur Ruhe kommen und sich einlassen auf den Advent (lateinisch adventus - Ankunft). [...mehr]

Nach der aktuellen Handlungsempfehlung der Landeskirche vom 16. Dezember können wir unsere Gottesdienste am Heilig Abend und in der Weihnachtszeit wie geplant feiern.[...mehr]

neue Heimfürsprecherinnen in HAK und PGH starten mit einer tollen Aktion[...mehr]

Auf der Flucht

 

Von ihrem Dorf aus sah sie schon die Flammen, die begannen die Stadt aufzufressen. In letzter Minute brach sie mit ihren fünf Kindern auf, nur ein paar Habseligkeiten unter dem Arm. Ihr Mann war längst im Krieg verschollen. Unter Angst und Schrecken zogen sie nun auf einem Pferdegespann gen Westen. Bis zur letzten Minute hatte sie gezögert. Sie war wie angewurzelt, so sehr hatte sie ihre Heimat geliebt.

 

Wie meiner Großmutter im Frühjahr 1945 ist es vielen Menschen am Ende des Zweiten Weltkrieges gegangen. Aus einem kleinen Ort in der Nähe der pommerschen Stadt Köslin floh sie unter dramatischen Umständen in ein Städtchen am Rande des Harzes. Bis an ihr Lebensende hat diese Flucht sie beschäftigt. Oft wollte sie nicht darüber reden, manchmal hat sie mir, ihrem Enkelsohn, unter Tränen davon erzählt.

 

Wir, die Jüngeren, wissen nicht wie das ist – auf der Flucht zu sein. Vielleicht haben wir eine Ahnung davon, wenn wir als Kind in eine Prügelei gerieten und dann von einer Bande Älterer und Stärkerer verfolgt wurden. Vielleicht kennen wir dieses Gefühl von Panik und Ohnmacht, das einem das Adrenalin hochsteigen lässt, und auf das Wut, Verzweiflung und Erschöpfung folgen. Aber was Flucht wirklich bedeutet, das wissen wir nicht. Wie muss das sein, wenn Panik und Angst nicht eine Ausnahmesituation, sondern die Grundkonstanten des Lebens sind?

 

„Acht Millionen Menschen aus der Ukraine auf der Flucht.“

„Geflüchtete bringen Tafel vor Ort 400 Kunden zusätzlich.“

„16 ukrainische Kinder an der Schule aufgenommen.“

 

Welche Lebenswege stecken hinter diesen Zahlen? Wie haben diese Menschen gelitten, als sie ihre Heimat aufgeben mussten und ihre Familien oft getrennt wurden? Wie haben sie den weiten Weg unter großer Gefahr nur geschafft? Meine Großmutter fand bald nach dem Krieg eine neue Heimat. Ihr geliebtes Pommern und ihr Elternhaus waren nicht zu ersetzen, aber sie lebte in großer Dankbarkeit mit den Menschen am Rande des Harzes. Dankbar war sie für die friedvollen Zeiten, die ihr dort geschenkt wurden, und für das Vertrauen, das die Menschen ihr entgegenbrachten. „Was für ein Segen nach diesem verfluchten Krieg“, hat sie immer gesagt.

 

Zum Pfingstfest 2022 wünsche ich uns allen Mut und Leidenschaft, den Menschen, die zu uns kommen zu helfen – und dass wir mitten in großen Sorgen den Glauben an den Heiligen Geist, der Menschen verbindet, und damit auch den Glauben an eine friedvolle Welt nicht aufgeben.


Ihr Nils Donadell

Pastor in Georgsmarienhütte