Aktuelles aus der Auferstehungsgemeinde

Die DiakonieStiftung Osnabrücker Land möchte, dass die Gemeinden wissen, was sie mit den Spenden und Zustiftungen Gutes tut. Deshalb macht die Stiftung ihre Arbeit in einem Jahresbericht transparent.[...mehr]

Die Wetterprognosen sehen für diesen Sonntag gut aus und wir wagen einen OpenAir-Familiengottesdienst auf dem Kirchplatz der König-Christus Kirche.[...mehr]

Mit etwas Verspätung, gibt es am Abend des 10. Mai auch hier in Georgsmarienhütte in der Peter und Paul Kirche noch einen ökumenischen Gottesdienst zur Woche für das Leben.[...mehr]

Welches Lied singen Sie am liebsten im Gottesdienst? Was ist Ihr persönlicher Hit? Genauer gefragt: Was ist Ihre TOP 5? Das möchte die Evangelische Kirche in Deutschland von Ihnen wissen.[...mehr]

Etwas später als gedacht, aber an diesem Sonntag, den 25. April ist es nun endlich soweit. Der neu berufene Kirchenvorsteher Philipp Mamat wird während des Gottesdienstes um 11 Uhr in der König-Christ[...mehr]

Die Anstellung erfolgt unbefristet[...mehr]

Am frühen Morgen wurden die Osterkerzen am Osterfeuer entzündet und anschließend zu den in der Kirche Wartenden gebracht.[...mehr]

Auf fünf Routen in unserer Stadt könnt ihr am Ostersonntag und Ostermontag Überraschungen entdecken und kleine Aufgaben lösen.[...mehr]

Digitales Ostermagazin der evangelischen Kirchen in Niedersachsen geht online.[...mehr]

Neue Spendenaktion der bildungsfreun.de zugunsten des Bildungsfonds Südafrika. Gutes tun und weiterschenken ...[...mehr]

Corona lehrt uns (mal wieder), dass ein Virus sich nicht an Planungen hält, die Menschen machen. Aufgrund der aktuellen Situation mit den immer weiter steigenden Infektionszahlen werden die Planungen [...mehr]

Zum Abschluss der diesjährigen Passionsandachten treffen wir uns um 18 Uhr am Brunnen im Kloster Garten in Kloster Oesede.[...mehr]

Statt einer Passionsandacht an einem fixen Ort zu einer fixen Uhrzeit, können wir uns flexibel auf den Weg machen. Ein spannende "Schatz-Suche" nicht nur für Kinder, Jugendliche und Familien.[...mehr]

Wir wollten keine Termine veröffentlichen, die vielleicht beim Erscheinen schon bereits nicht mehr aktuell sind, deswegen erscheint die Frühjahrs-Ausgabe der KONTAKTE dieses Mal erst kurz vor Ostern.[...mehr]

Diesen Freitag starten wir mit den Passionsandachten an anderen Orten. Um 18 Uhr treffen wir uns am Parkplatz vom Friedhof in Holzhausen.[...mehr]

Auf der Flucht

 

Von ihrem Dorf aus sah sie schon die Flammen, die begannen die Stadt aufzufressen. In letzter Minute brach sie mit ihren fünf Kindern auf, nur ein paar Habseligkeiten unter dem Arm. Ihr Mann war längst im Krieg verschollen. Unter Angst und Schrecken zogen sie nun auf einem Pferdegespann gen Westen. Bis zur letzten Minute hatte sie gezögert. Sie war wie angewurzelt, so sehr hatte sie ihre Heimat geliebt.

 

Wie meiner Großmutter im Frühjahr 1945 ist es vielen Menschen am Ende des Zweiten Weltkrieges gegangen. Aus einem kleinen Ort in der Nähe der pommerschen Stadt Köslin floh sie unter dramatischen Umständen in ein Städtchen am Rande des Harzes. Bis an ihr Lebensende hat diese Flucht sie beschäftigt. Oft wollte sie nicht darüber reden, manchmal hat sie mir, ihrem Enkelsohn, unter Tränen davon erzählt.

 

Wir, die Jüngeren, wissen nicht wie das ist – auf der Flucht zu sein. Vielleicht haben wir eine Ahnung davon, wenn wir als Kind in eine Prügelei gerieten und dann von einer Bande Älterer und Stärkerer verfolgt wurden. Vielleicht kennen wir dieses Gefühl von Panik und Ohnmacht, das einem das Adrenalin hochsteigen lässt, und auf das Wut, Verzweiflung und Erschöpfung folgen. Aber was Flucht wirklich bedeutet, das wissen wir nicht. Wie muss das sein, wenn Panik und Angst nicht eine Ausnahmesituation, sondern die Grundkonstanten des Lebens sind?

 

„Acht Millionen Menschen aus der Ukraine auf der Flucht.“

„Geflüchtete bringen Tafel vor Ort 400 Kunden zusätzlich.“

„16 ukrainische Kinder an der Schule aufgenommen.“

 

Welche Lebenswege stecken hinter diesen Zahlen? Wie haben diese Menschen gelitten, als sie ihre Heimat aufgeben mussten und ihre Familien oft getrennt wurden? Wie haben sie den weiten Weg unter großer Gefahr nur geschafft? Meine Großmutter fand bald nach dem Krieg eine neue Heimat. Ihr geliebtes Pommern und ihr Elternhaus waren nicht zu ersetzen, aber sie lebte in großer Dankbarkeit mit den Menschen am Rande des Harzes. Dankbar war sie für die friedvollen Zeiten, die ihr dort geschenkt wurden, und für das Vertrauen, das die Menschen ihr entgegenbrachten. „Was für ein Segen nach diesem verfluchten Krieg“, hat sie immer gesagt.

 

Zum Pfingstfest 2022 wünsche ich uns allen Mut und Leidenschaft, den Menschen, die zu uns kommen zu helfen – und dass wir mitten in großen Sorgen den Glauben an den Heiligen Geist, der Menschen verbindet, und damit auch den Glauben an eine friedvolle Welt nicht aufgeben.


Ihr Nils Donadell

Pastor in Georgsmarienhütte